Glasperlenspiel
 
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Wer

  Das Projekt ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, angestoßen und geleitet von Prof. Rainer Zimmermann FB 13 (Allgemeinwissenschaften) der FH München. Die Umsetzung wird vom FB 12, Kommunikationsdesign unter Leitung Frau Siegert realisiert.
     
     
Ziel  

Ziel des Projektes ist es, des Glasperlenspiel aus dem gleichnamigen Romans von Herrmann Hesse spielbar zu machen.
In diesem Roman führt Hermann Hesse das Glasperlenspiel ein, als im Grunde kosmisches Spiel in einem symbolischen Universum, das kürzlich mit dem „neuralen Netzwerk des kosmischen Geistes“ selbst verglichen worden ist. In diesem Spiel scheinen alle uns heute bekannten Spiele ihrer wesentlichen Struktur gemäß in einem zusammengefaßt. Das Glasperlenspiel erweist sich deshalb bei genauerer Betrachtung als Meta-Spiel, als Proto-Spiel und spielerisches Paradigma des Spielens zugleich. Es umfaßt als seine Spielregeln alles das, was im Kern die reflektierende Tätigkeit des Menschen inmitten der Welt ausmacht. Insofern greift es auf alle jene Gebiete der Wissenschaften und Künste aus, welche als Inventar zur Orientierung menschlichen Denkens bereitstehen. Hesse selbst beschreibt die Spielregeln im Roman auf folgende Weise: „Diese Regeln, die Zeichensprache und Grammatik des Spieles, stellen eine Art von hochentwickelter Geheimsprache dar, an welcher mehrere Wissenschaften und Künste, namentlich aber die Mathematik und die Musik (beziehungsweise Musikwissenschaft) teilhaben und welche Inhalte und Ergebnisse nahezu aller Wissenschaften auszudrücken und zueinander in Beziehung zu setzen imstande ist.“ gesamter Text

     
     
Spielidee  

Die Sätze des Satzinventares bestehen aud über- und untergeordneten Sätzen. Diese Sätze sind Sätze über die Welt und erheben somit den Anspruch, Aspekte der Welt sprachlich abzubilden.

Der Spieler setzt zwei oder mehrere Spielsteine der ersten Ordnung auf das Spielfeld. Danach sucht er logischen Verbindungen zwischen den Sätzen, indem Sätze aus dem Inventar angelegt werden.
In Analogie zur Bestimmung einer "guten" bzw. "schlechten"
Form von Spielsteinen beim Go-Spiel ist angestrebt, aus den geometrischen Figuren, welche die Spielsteine bilden werden, auf die Konsistenz des Sätze- Netzwerkes schließen zu können, das diesen Figuren zugrundeliegt.

Das entspricht dem assoziativen Element des Spiels, das über die bloße logische Konstruktion hinausgeht. (Bei Hesse entspricht das der Meditation.)

Im Grunde geht es also um ein Spiel mit Sätzen, welche die Welt abbilden, also um eine Simulation des Forschungsprozesses auf spielerische Weise. Der Spieler hat dabei die Wahl, vom vorhandenen Inventar oder Teilbereichen davon auszugehen, oder etwas Neues anzusetzen, das nicht im Inventar enthalten ist. Ein neuer Satz im Spiel ist ein Forschungsergebnis (im strengen Sinne - weil die Sätze, die aus dem Inventar stammen, ja so etwas wie ein Panorama des gegenwärtigen Forschungsstandes wiedergeben).

     
     
technische Anforderung  
Entwicklung und Umsetzung eines dreidimensionalen Spieles
 
Zielplattform: PC
Umsetzung zuerst als offline Version (CD-Rom)
Nachfolgend Untersuchung der offline Umsetzung.
Es soll bei dem Spiel möglich sein, die Partie eines anderen Spielers nachzuvollziehen, bzw. zu mehreren an einer Partie spielen.
     
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