| Ziel |
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Ziel des Projektes ist es, des Glasperlenspiel
aus dem gleichnamigen Romans von Herrmann Hesse spielbar zu machen.
In diesem Roman führt Hermann Hesse das Glasperlenspiel
ein, als im Grunde kosmisches Spiel in einem symbolischen Universum,
das kürzlich mit dem „neuralen Netzwerk des kosmischen
Geistes“ selbst verglichen worden ist. In diesem Spiel scheinen
alle uns heute bekannten Spiele ihrer wesentlichen Struktur gemäß in
einem zusammengefaßt. Das Glasperlenspiel erweist sich deshalb
bei genauerer Betrachtung als Meta-Spiel, als Proto-Spiel und spielerisches
Paradigma des Spielens zugleich. Es umfaßt als seine Spielregeln
alles das, was im Kern die reflektierende Tätigkeit des Menschen
inmitten der Welt ausmacht. Insofern greift es auf alle jene Gebiete
der Wissenschaften und Künste aus, welche als Inventar zur
Orientierung menschlichen Denkens bereitstehen. Hesse selbst beschreibt
die Spielregeln im Roman auf folgende Weise: „Diese Regeln,
die Zeichensprache und Grammatik des Spieles, stellen eine Art
von hochentwickelter Geheimsprache dar, an welcher mehrere Wissenschaften
und Künste, namentlich aber die Mathematik und die Musik (beziehungsweise
Musikwissenschaft) teilhaben und welche Inhalte und Ergebnisse
nahezu aller Wissenschaften auszudrücken und zueinander in
Beziehung zu setzen imstande ist.“ gesamter
Text
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| Spielidee
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Die Sätze des Satzinventares bestehen aud über- und
untergeordneten Sätzen. Diese Sätze sind Sätze über die
Welt und erheben somit den Anspruch, Aspekte der Welt sprachlich abzubilden.
Der Spieler setzt zwei oder mehrere Spielsteine der ersten Ordnung
auf das Spielfeld. Danach sucht er logischen Verbindungen zwischen
den Sätzen, indem Sätze aus dem Inventar angelegt werden.
In Analogie zur Bestimmung einer "guten" bzw. "schlechten"
Form von Spielsteinen beim Go-Spiel ist angestrebt, aus den geometrischen Figuren,
welche die Spielsteine bilden werden, auf die Konsistenz des Sätze- Netzwerkes
schließen zu können, das diesen Figuren zugrundeliegt.
Das entspricht dem assoziativen Element des Spiels, das über
die bloße logische Konstruktion hinausgeht. (Bei Hesse entspricht
das der Meditation.)
Im Grunde geht es also um ein Spiel mit Sätzen, welche die
Welt abbilden, also um eine Simulation des Forschungsprozesses
auf spielerische Weise. Der Spieler hat dabei die Wahl, vom vorhandenen
Inventar oder Teilbereichen davon auszugehen, oder etwas Neues
anzusetzen, das nicht im Inventar enthalten ist. Ein neuer Satz
im Spiel ist ein Forschungsergebnis (im strengen Sinne - weil die
Sätze, die aus dem Inventar stammen, ja so etwas wie ein Panorama
des gegenwärtigen Forschungsstandes wiedergeben). |