»Denn im Chaos lebt ein jedes Ding, wohnt im Chaos,
geht und steht darin […] . Und wenn das Chaos zu grob ist, so ist die Kreatur desto subtiler. […] Wie das Wasser des Fisches Luft ist und der Fisch nicht ertrinkt, so ertrinkt
auch der Unda nicht. […] Denn ein jeder bleibt in seinem Chaos gesund, in einem anderen stirbt er. […]
So ist es mit den Wasserleuten, sie kommen aus ihren Gewässern
heraus zu uns, lassen sich kennenlernen und handeln und wandeln mit uns,
gehen wieder fort in ihr Wasser, kommen wieder, das alles, damit der Mensch
Gottes Werke betrachte. Nun sind sie zwar Menschen, aber nur im Tierischen
(Sinne) ohne Seele. Darauf folgt nun aber, daß sie mit den Menschen verheiratet werden können, also daß eine Wasserfrau einen von Adam stammenden zum Manne nimmt, mit ihm Haus hält und ihm Kinder gebärt. Was nun die Geburt der Kinder betrifft, so wisset nun, daß sie dem Manne nachgeraten. […] Nun aber ist auch das mit rechtem Wissen zu erfassen, daß auch solche Frauen eine Seele empfangen dadurch, daß sie vermählt werden. Also daß sie wie andere Frauen vor Gott und durch Gott erlöst sind. Denn das wird auf mancherlei Art erprobt, daß sie nicht ewig sind und daß sie aber den Menschen verbunden ewig werden, das heißt, beseelt werden, wie der Mensch. […] So geben sie ein Beispiel, daß sie ohne den Menschen Tiere sind und also wie sie sind, so ist der Mensch ohne
göttliches Bündnis nichts.«
Paracelsus »Liber de nymphis, sylphis,
pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus«
»Und gewinnst du nicht die Liebe des Prinzen, so
dass er um deinetwillen Vater und Mutter vergisst und den Priester eure
Hände ineinanderlegen lässt, so dass ihr Mann und Frau werdet, dann erhältst du keine unsterbliche Seele!«
Hans Christian Andersen »Die
kleine Meerjungfrau«
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